Kowalzik Institut – Metareflexion und Verstehenskompetenz
Das Institut bietet einen Rahmen für die Auseinandersetzung mit Fragen der Führung, Leitung und Beratung. Es ist ein Ort für Menschen, die Verantwortung in ihren Organisationen tragen und die Verbindung von Wahrnehmung, Erfahrung und Denken untersuchen wollen.
Wir lernen nicht aus Erfahrung. Wir lernen durch die Reflexion über Erfahrung.
John Dewey
Gegenstand der Arbeit
Die Arbeit im Institut konzentriert sich auf die Beobachtung und Prüfung professionellen Handelns. Im Zentrum steht das Bestreben, Dynamiken in Teams und Organisationen wahrzunehmen und die eigene Handlungsfähigkeit unter Bedingungen von Unsicherheit und Ambivalenz zu reflektieren.
Dieser Prozess benötigt Zeit:
- Zeit für die Beobachtung gegenwärtiger Phänomene.
- Zeit für die Analyse von Wirkungen und Zusammenhängen.
- Zeit für das Verweilen bei dem, was sich zeigt.
Grundlagen der Reflexion
Verstehen und Urteilskraft
Professionelles Handeln wird als Ergebnis von Beobachtung und Nachdenken begriffen. Orientierung bietet das Prinzip des „Denkens ohne Geländer“ nach Hannah Arendt – ein eigenständiges Fragen ohne vorgefertigte Schablonen.
Rolle und Resonanz
Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das eigene Tun und die dabei entstehende Resonanz. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Anteil am Geschehen bildet die Grundlage professioneller Identität.
Verflechtungen
Organisationen zeigen sich als Gefüge, in denen formale Strukturen, individuelle Verantwortung und Wahrnehmungen miteinander in Beziehung stehen. Die Arbeit zielt darauf, diese Zusammenhänge sichtbar und nachvollziehbar zu machen.
Präsenz
Der Fokus liegt auf der Qualität der Begegnung und der Klarheit des Denkens im Moment. Verantwortung entsteht im Zusammenspiel von Reflexion und unmittelbarer Erfahrung.
Hintergrund
Uwe Kowalzik
Die Arbeit basiert auf vier Jahrzehnten Erfahrung in Supervision, Führung, Lehre und Gruppenarbeit. Sie ist in der phänomenologischen Tradition verankert und verbindet praxisgeleitete Organisationsarbeit mit reflektierter Erfahrung. Sie ist psychodynamisch, gruppendynamisch und organisationssoziologisch fundiert.