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Balintgruppen

Wer sich nicht einfühlen kann, kann auch nicht richtig denken.

Mario Erdheim

Beziehung verstehen – berufliche Erfahrung reflektieren


Balintgruppen bieten einen Raum zur gemeinsamen Reflexion beruflicher Beziehungserfahrungen und zur Analyse von Beziehungsmustern. Die Methode geht auf Michael Balint zurück und richtet den Blick auf zwischenmenschliche Dynamiken im beruflichen Kontext.

Ausgangspunkt bildet die Besprechung konkreter Situationen aus der Praxis. Eine teilnehmende Person schildert eine Begegnung oder Fragestellung, die sie beschäftigt. Die Gruppe nimmt diese Schilderung auf und erkundet sie aus unterschiedlichen Perspektiven. Assoziationen und Resonanzen der Teilnehmenden machen verborgene Aspekte der Beziehung sichtbar und erweitern das Verständnis der Situation.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Reflexion, Verstehen und Perspektivenerweiterung. Ziel ist die differenzierte Wahrnehmung beruflicher Beziehungserfahrungen und die gemeinsame Suche nach Verständnis. Die Gruppe wird zum Resonanzraum, in dem unterschiedliche Sichtweisen zur Erweiterung der Perspektiven beitragen.

Die Vielfalt der Teilnehmenden bildet eine Stärke der Balintarbeit. Unterschiedliche berufliche Hintergründe und Erfahrungen fördern eine differenzierte Betrachtung von Beziehungssituationen und unterstützen die Entwicklung eines vertieften Verständnisses beruflicher Rollen und Dynamiken.

Balintgruppen richten sich an Menschen, die in ihrer beruflichen Praxis mit komplexen Beziehungserfahrungen arbeiten – etwa in Beratung, Pädagogik, Medizin, Pflege, Psychotherapie, Seelsorge, sowie in weiteren psychosozialen und leitenden Tätigkeiten.

Stimme aus einer Gruppe:

„Einfühlung und Verstehen gehören zusammen. In der Gruppe erlebe ich, dass ich berufliche Beziehungen besser begreife, wenn sie aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Das bringt Entlastung und Klarheit für meine Arbeit.“


Rahmen

Die Gruppe arbeitet nach den Grundprinzipien der klassischen Balintarbeit: Fester Rahmen – Freie Assoziation. Geplant sind regelmäßige halbtägige Treffen mit sechs bis acht Teilnehmenden im Rhythmus von sechs bis sieben Wochen.


Leitung

Uwe Kowalzik

Die Grundlage der Leitung bildet eine kontinuierliche Balinterfahrung seit 1994. Meine Arbeit als Balintgruppenleiter (FIS Wiesbaden, Mitglied der Sektion III multiprofessionell in der Deutschen Balint-Gesellschaft DBG) sowie supervisorische und gruppendynamische Qualifikationen (DGSv, DGGO) dienen dazu, einen verlässlichen Raum für gemeinsames Verstehen zu sichern. Nach vier Jahrzehnten in Führung, Beratung und Lehre liegt mein Fokus heute darauf, Erfahrungswissen zur Verfügung zu stellen und Prozesse der professionellen Selbstreflexion zu begleiten.

Zusätzliche Texte und Hintergrundinformationen zur Balintarbeit finden Sie auf der Seite Texte.